Und wie bekomm ich das jetzt in iTunes? – Digitaler Vertrieb

Die ersten Songs sind im Kasten und jetzt soll endlich auch die weite Welt sie zu hören bekommen. Aber das kleingeld reicht noch nicht für einen physischen Vertrieb. Und überhaupt, heute geht doch eh alles digital! Also muss ein digitaler Vertrieb her, der eure Songs auf Spotify, iTunes und Co bringt. Klarer Fall – aber wie geht das genau? Kann ich das selber machen? Kostet das was? Wenn ja, wieviel?

Nun, das ist natürlich im Grundsatz sehr einfach. Finde einen Vertriebsdienstleister, lade deine Songs hoch und fertig. Allerdings gibt es davon eine ganze Menge und jeder hat sie seine Vor- und Nachteile und unterschiedliche Preise. Ich habe mir für euch zwei Anbieter angeschaut, die meiner Meinung nach repräsentativ für die beiden gängigsten Modelle sind.

Feiyr

Mit https://www.feiyr.com habt Ihr einen Anbieter, der euch zunächst einen kostenfreien Account zur Verfügung stellt. Ihr könnt euch also ruhig anmelden und selbst ein bisschen herumstöbern.

Vom Prinzip her funktioniert es hier so, dass ihr einmalig pro Veröffentlichung einen Festpreis bezahlen müsst. Hierzu müsst ihr zunächst euer Konto via PayPal oder Banküberweisung aufladen. Der Preis richtet sich unter anderem nach Art der Veröffentlichung bzw. nach Umfang des Bundles. Einmal hochgeladen und gebucht dauert es ein paar Tage, bis eure Veröffentlichung in allen Stores gelistet wird. Möchtet ihr eine Veröffentlichung wieder aus den Stores löschen, kostet das jeweils eine Aufwandspauschale.

Was ich persönlich als nettes Extra empfinde ist, dass auch diverse Services extra angeboten werden, wie Versand des Bundles zur Bemusterung durch Webradios und Online-Magazine. Auch eine physische Produktion des Bundles ist grundsätzlich möglich. Über Sinn und Unsinn der Services lässt sich bekanntlich streiten, aber wir können uns gerne darüber unterhalten!

Ausgezahlt werden letztlich 80% der Einnahmen in den verschiedenen Shops und Streamingdiensten. Die Einzahlungen werden in eurem Account gesammelt und können, sobald ein bestimmter Betrag erreicht ist, via PayPal bequem abgebucht werden.

Distrokid

Distrokid ist ein amerikanischer Anbieter, bei dem ihr euch unter https://distrokid.com/ als „Artist“ registrieren könnt. Bedenkt dabei bitte, dass eine Kreditkarte benötigt wird. Warum?

Distrokid arbeitet nach einer Art „Abonnement“ Prinzip. Zu einem jährlichen Festpreis (aktuell 20 USD, etwa 18 EUR) könnt Ihr beliebig viele Songs, Alben oder EPs veröffentlichen, wie ihr möchtet. Die Einnahmen durch die jeweiligen Shops gehen zu 100% auf euer Konto, welches ihr wiederum via PayPal auszahlen lassen könnt.

Auch hier lassen sich zu einmaligen Aufpreisen ein paar Extras hinzubuchen. So könnt ihr zum Beispiel eure Songs auch dann noch in den Shops belassen, wenn Ihr euren Account kündigen solltet. Auch eine Tracking-ID ist zubuchbar, falls eure Songs in YouTube Videos verwendet werden, werdet Ihr benachrichtigt und ggf. An eventuellen Werbeeinnahmen des Videos beteiligt.

Aber welcher ist nun der richtige für mich???

Na,ja – wie die Herren Rechtsverdreher so schön sagen: Das kommt darauf an. Plant ihr, viele einzelne Songs oder mehrere „Platten“ im Laufe des Jahres zu veröffentlichen, sind die Anbieter mit jährlichen Pauschalpreisen natürlich am ehesten geeignet – in diesem Beispiel also Distrokid. Wisst Ihr allerdings schon jetzt, dass es maximal ein jährliches Album geben wird, könnte Feiyr eher etwas sein.

Allerdings spielen da natürlich einige Faktoren mehr hinein als nur die Frage nach der Anzahl der Veröffentlichungen. Gerne können wir uns das gemeinsam anschauen und sehen, welche Lösung für EUCH die beste ist – sagt mir einfach Bescheid und wir finden einen Termin!